Projekt

ELoQ - E-Learningbasierte Logistik Qualifizierung

Das Hauptziel des Projekts ELoQ ist die Unterstützung der zukunftsorientierten Ausbildung von Menschen mit Behinderung durch den Einsatz Neuer Medien in der Berufsqualifizierung. Auszubildende mit Behinderung sollen im Logistikbereich mit Hilfe von E-Learning qualifiziert werden. Das soll aber kein Ersatz für die reguläre Ausbildung sein, sondern etablierte Ausbildungskonzepte erweitern. Es geht darum, E-Learning als Bestandteil der Ausbildung auch von Menschen mit Behinderunt zu etablieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Projekts ELoQ ist die barrierefreie Gestaltung der E-Learning-Inhalte. Barrierefreiheit bedeutet, dass die Angebote nicht speziell auf eine Zielgruppe, beispielsweise sehbehinderte oder schwerhörige Menschen, zugeschnitten ist. Barrierefreies E-Learning bedeutet, dass die Inhalte und Aktivitäten für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind. Dabei werden auch Aspekte des Universal Design for Learning (UDL) und des Universal Design of Instruction (UDI) berücksichtigt.

Zur nachhaltigen Verankerung des Einsatzes von E-Learning werden didaktische Szenarien konzipiert, erprobt und evaluiert sowie das Ausbildungspersonal der Partner entsprechend qualifiziert. Die gesamten Arbeiten werden flankiert von Evaluations- und Transfermaßnahmen. Der Einsatz von Bildungstechnologie und E-Learning bietet benachteiligten Auszubildenden Gelegenheit zum Erwerb von Medienkompetenz. Das verbessert der Chancen beim Berufseinstieg, denn die Fähigkeit zur kompetenten und selbstbestimmten Nutzung digitaler Medien wird hauptsächlich für die Nutzung in der späteren beruflichen Praxis vermittelt.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns doch einfach eine E-Mail. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie über den entsprechenden Menüpunkt.

 

Arbeitsbereiche

Innerhalb des Projekts werden drei Schwerpunkte bearbeitet:

Curriculumentwicklung

Dieses Modul zielt auf die kompetenzorientierte Erweiterung des Curriculum und der handlungsorientierten Ausbildungsformen, damit von Beginn der Ausbildung an ein Lernen im Prozess der Arbeit und offenen, aktiven Lernformen stattfinden kann. Diese Veränderungen sind durch eine entsprechende Qualifizierung und nachhaltige Kompetenzentwicklung des Personals zu unterstützen. Die Erarbeitung eines entsprechenden Curriculum findet in Abstimmung mit Projekt- und Erprobungspartnern statt.

Entwicklung von Selbstlernmaterialien

Entwicklung geeigneter barrierefreier Bildungstechnologie für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene. In der allgemeinen betrieblichen Ausbildung haben die Jugendlichen in der Regel Zugriff auf elektronische Materialien, Selbstlernprogramme in Form von Web-Based-Trainings u. ä. Diese Formen des selbstständigen Lernens, des eigenverantwortlichen Lernens, des Lernens im Arbeitskontext und die damit zunehmende Flexibilisierung des Lernens sollten durch geeignete barrierefreie Gestaltung von Bildungstechnologie und -materialien auch in Berufsbildungswerken (BBW) ermöglicht werden. Die thematische Orientierung erfolgt an ausgewählten und zukunftsorientierten Berufen (Lagerfachhelfer/Lagerfachhelferin, Fachlagerist/Fachlageristin) sowie an berufsübergreifenden Themen einer kompetenzorientierten Ausbildung.

Entwicklung didaktischer Szenarien

Die Ausbildung im BBW muss für die außenstehenden Betriebe, in denen die Auszubildenden im Anschluss tätig sind, transparent gestaltet werden, um den Übergang der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern. Dies soll zum einen durch die Entwicklung entsprechender barrierefrei gestalteter Bildungstechnologie in Kooperation mit einzelnen Betrieben geschehen, so dass die individuellen Themen und Inhalte eines Betriebes in die Ausbildung an Berufsbildungswerken integrierbar sind.
Ebenso wichtig ist aber die konzeptionelle Entwicklung didaktischer Szenarien, die eine engere Verzahnung zwischen dem Lernort BBW sowie dem Lernort Betrieb ermöglichen. Eine solche Verzahnung stellt eine engere Verbindung zwischen der überbetrieblichen Ausbildung und den potentiellen Arbeitnehmern sicher. Dafür müssen aber entsprechende Qualifizierungskonzepte aus didaktischer Perspektive entwickelt und praktisch erprobt werden.

Weitere Schwerpunkte

Die nachhaltige Verankerung neuer Lern- und Arbeitsformen kann nur durch entsprechende Qualifizierung des Lehr- und Ausbildungspersonals gewährleistet werden. Daher sollen die entsprechenden Personen in drei Workshops qualifiziert werden. In den Workshops geht es um Betreuung im E-Learning, Konzepte zur e-learningbasierten Qualifizierung von Auszubildenden sowie die Erstellung von Lerninhalten und –modulen.
Das Projekt wird auf insgesamt drei Tagungen der Fachöffentlichkeit präsentiert und mit Expertinnen und Experten diskutiert. Alle Projektergebnisse werden außerdem auf der Webseite des Projekts dokumentiert.